SELTENERDMETALLE

Nachfolgend werden alle 16 natürlichen Seltenerdmetalle kurz vorgestellt und ihre grundlegenden Eigenschaften sowie die wichtigsten Anwendungsgebiete erklärt.

Seltenerdmetalle, auch „Seltene Erden“ oder „Seltene Erdmetalle“ genannt, sind eine Gruppe von Elementen die sich an einer rasant zunehmenden Popularität erfreuen. Es handelt sich um die sogenannten „Lanthanoide“, die in der 3. Nebengruppe im Periodensystem der Elemente zu finden sind, sowie die Elemente Scandium und Yttrium.

Die bereits erschreckende Dynamik, mit der sich diese Metalle in unseren Alltag drängen ist das Resultat einer dramatischen Exportquotenbeschränkung Chinas, welches mit ca. 95% des Anteils der Weltfördermenge als Hauptförderland gilt.

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"Wir haben sie euch Anfang der 80er-Jahre zum Preis von Salz verkauft; sie verdienen den Preis von Gold."
Deng Xiaoping

Seltenerdmetalle-Komplettset
Cer

Cer

Cer ist nach Europium das zweitreaktionsfreudigste Metall der Lanthanoide. Es wird aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften in Katalysatoren, UV-Filtern sowie modernen Bildröhren eingesetzt.

Besonderheiten:
  • Extrem reaktionsfreudig
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Dichte 6,7 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 795 °C
 
Dysprosium

Dysprosium

Dysprosium hat in der modernen Industrie eine enorme Bedeutung: Es wird in kerntechnischen Anwendungen, Energiesparlampen, für Laserwerkstoffe sowie in Permanentmagneten eingesetzt. Speziell für Permanentmagnete wird sich in Zukunft die Nachfrage nach Dysprosium stark erhöhen, da Stromgeneratoren und Elektroautos von diesem Element abhängig sind.

Besonderheiten:
  • Sehr reaktionsfreudig, dehnbar und biegbar
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Dichte 8,6 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 1407 °C
Erbium

Erbium

Erbium wird in Lichtwellenleitern eingesetzt um optische Signale zu verstärken. Auch Wärmemessgeräte und medizinische Laser sind auf Erbium angewiesen.

Besonderheiten:
  • Hoher elektrischer Widerstand
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Dichte 9,0 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 1529 °C
 
Europium

Europium

Europium wird hauptsächlich in Farbbildröhren und in der Halbleitertechnik eingesetzt. Durch die Zugabe kleiner Mengen Europiums werden Eigenschaften von Ausgangsmaterialien verändert.

Besonderheiten:
  • Reaktionsfreudigstes der Seltenerdmetalle
  • Seltenstes der Seltenerdmetalle
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Dichte 5,2 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 826 °C
Gadolinium

Gadolinium

Gadolinium wird in der Mikrowellen- sowie Radartechnik eingesetzt. Auch in der Medizintechnik und in Kernreaktoren spielt Gadolinium eine bedeutende Rolle.

Besonderheiten:
  • Gadolinium ist leicht entzündlich
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Dichte 7,9 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 1312 °C
 
Holmium

Holmium

Holmium hat aufgrund seiner hervorragenden magnetischen Eigenschaften viele spezielle Einsatzgebiete wie zum Beispiel die Erzeugung von starken Magnetfeldern.

Besonderheiten:
  • Hervorragende magnetische Eigenschaften
  • Weich und schmiedbar
  • Dichte 8,8 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 1461 °C
Lanthan

Lanthan

Lanthan wird hauptsächlich als Legierungsmetall verwendet. Einsatzgebiete sind Kathoden, Kaltleiter, Brennstoffzellen, Akkumulatoren, medizinische Geräte sowie optische Anwendungen.

Besonderheiten:
  • Hervorragende magnetische Eigenschaften
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Dichte 6,1 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 920 °C
 
Lutetium

Lutetium

Lutetium wird hauptsächlich in der Nuklearmedizin, in Computertomographen eingesetzt.

Besonderheiten:
  • Weich und dehnbar
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Dichte 9,8 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 1652 °C
Neodym

Neodym

Neodym ist wichtig für die Herstellung starker Magnete, Kernspintomographen, Generatoren, Elektroautos, Lasern und Lautsprechern.

Besonderheiten:
  • Hervorragende magnetische Eigenschaften
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Gefahrstoffkennzeichnung Xi (reizend)
  • Dichte 6,8 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 1024 °C
 
Praseodym

Praseodym

Praseodym wird überwiegend in Legierungen eingesetzt, um den Ausgangsmetallen besondere Eigenschaften zu verleihen.

Besonderheiten:
  • Sehr weich
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Dichte 6,1 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 920 °C
Samarium

Samarium

Samarium wird sowohl in der Medizintechnik, in Lasern und als Magnetwerkstoff eingesetzt als auch zur Absorption von infrarotem Licht und als Katalysator.

Besonderheiten:
  • Im Vergleich zu anderen Lanthanoiden relativ beständig
  • Dichte 7,4 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 1072 °C
 
Scandium

Scandium

Scandium verleiht Legierungen besondere Eigenschaften und macht diese trotz geringen Gewichts sehr stabil. Somit werden Scandiumlegierungen häufig für tragende Elemente unter anderem im Flugzeugbau verwendet.

Besonderheiten:
  • Hohe Stabilität in Legierungen
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Dichte 3,0 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 1541 °C
Terbium

Terbium

Terbium wird in der Halbleiterindustrie, in Brennstoffzellen, modernen Leuchtmitteln, Lasern, magnetischen Speichermedien, Dauermagneten und Motoren für Elektroautos verwendet.

Besonderheiten:
  • Im Vergleich zu anderen Lanthanoiden relativ beständig
  • Dichte 8,2 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 1356 °C
 
Thulium

Thulium

Thulium aktiviert Leuchtstoffe, wird in Röntgengeräten verwendet und in Lasern benötigt.

Besonderheiten:
  • Zweitseltenstes Seltenerdmetall
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Gefahrstoffkennzeichnung Xi (reizend)
  • Dichte 9,3 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 1545 °C
Ytterbium

Ytterbium

Ytterbium wird hauptsächlich als Legierungszugabe für rostfreien Stahl verwendet sowie bedingt in Hochleistungslasern eingesetzt.

Besonderheiten:
  • Dehnbar und weich
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Gefahrstoffkennzeichnung Xn (gesundheitsschädlich)
  • Dichte 6,6 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 824 °C
 
Yttrium

Yttrium

Yttrium wird sowohl in der Reaktortechnik, Metallurgie, Lasertechnik, Brennstoffzellen, Mikrowellentechnik, Bildröhren, Leuchstoffröhren, modernen Displays sowie in modernen Teilen der Automobiltechnik verwendet.

Besonderheiten:
  • Bildet dunkle Schicht unter Lichteinfluss
  • Gefahrstoffkennzeichnung F (leichtentzündlich)
  • Dichte 4,5 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 1526 °C