EDELMETALLE

Nachfolgend werden vier Edelmetalle kurz vorgestellt und ihre grundlegenden Eigenschaften sowie die wichtigsten Anwendungsgebiete erklärt.

Die vier bekanntesten Edelmetalle, auch Anlagemetalle genannt, sind Palladium, Silber, Platin und allen voran Gold. Sie sind im Periodensystem der Elemente in den Nebengruppen 1 und 8 in einer Kleingruppe aufgeführt.

Diese Edelmetalle sind weltweit bekannt und begehrt. Sie haben bereits in den frühen Jahren der Weltgeschichte Aufsehen erregt. Gold und Silber wurden als eines der ersten Zahlungsmittel eingeführt. Diesen Status haben sie bis heute nicht verloren. Gold ist in vielen Ländern und Kulturen ein geschätztes und gerne gesehenes Gut.

Doch: Es ist nicht alles Gold was glänzt: Des Goldes wegen wurden bereits zahlreiche Kriege geführt und Opfer gefordert. Das war in der Vergangenheit so und wird sich auch in Zukunft niemals ändern.
"Gold ist so unbedingt mächtig auf der Erde, wie wir uns Gott im Weltall denken"
Johann Wolfgang von Goethe

Kinebar-Gold
Gold

Gold

Größter Teil, ca. 60% sind in Schmuck- und Kunstgegenständen verarbeitet. Etwa 35% sind in Form von Goldbarren und Münzen als Wertanlage im Umlauf. Gold hat keine nennenswerte industrielle Verwendung.

Besonderheiten:
  • Eines von zwei farbigen Metallen
  • Reines Gold glänzt immer, da es nicht oxidiert
  • Ungewöhnlich schwer 19,3g/cm³
  • Trotz seiner Weichheit relativ hoher Schmelzpunkt bei 1063°C
 
Silber

Silber

Silber hat im Vergleich zu Gold eine immense Bedeutung für viele Industriezweige. Es wird unter anderem in der Elektronik, Elektrotechnik, optischen Industrie sowie in der Medizin benötigt. Silber wird für seine bakterizide, d.h. keimabtötende Eigenschaft sehr geschätzt. Auch Beschichtungen für verschiedene Produkte enthalten Silber um eine antibakterielle Oberfläche zu erhalten.

Besonderheiten:
  • Hervorragende elektrische Leitfähigkeit
  • Extrem weich und dehnbar
  • Dichte 10,49 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 962 °C
Platin

Platin

Platin wird in Katalysatoren für die Abgasreinigung eingesetzt, spielt aber auch für die Produktion von Düngemitteln und Blausäure eine wichtige Rolle. Auch im chemischen und technischen Labor ist Platin nicht mehr wegzudenken. Dort wird Platin zum einen als Reaktionsbeschleuniger eingesetzt, zum anderen werden in diesem Bereich verschiedenste aus Platin hergestellte Produkte benötigt.

Besonderheiten:
  • Nach Rhodium das wertvollste Edelmetall
  • Oxidiert nicht an der Luft
  • Dichte mit 21,45 g/cm³ höher als die von Gold
  • Schmelzpunkt bei 1772 °C
 
Palladium

Palladium

Der überwiegende Teil von Palladium wir in der Automobilindustrie in Abgaskatalysatoren und Dieselpartikelfiltern verwendet. In der Elektronik und Elektrotechnik wird Palladium für seine hervorragende elektrische Leitfähigkeit, oft in Verbindungen mit Silber, geschätzt. In technischen und chemischen Anwendungen wird, wo möglich, das teure Platin durch das ebenfalls sehr reaktionsfreudige Palladium ersetzt.

Besonderheiten:
  • Sehr reaktionsfreudig
  • Oxidiert nicht an der Luft
  • Dichte 12,2 g/cm³
  • Schmelzpunkt bei 1555°C